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Erneut in Uganda: Lymphchirurgie und Schulungen am Mulago Hospital

Symbolbild: Stethoskop auf einer Landkarte

Am 12. Oktober 2026 veröffentlichte die Makerere University in Kampala ein Interview mit Prof. Dr. Thiha Aung. Die Universität und das Mulago Hospital waren Gastgeber seines Einsatzes, der zu einem von der EU geförderten Erasmus-Projekt zu Onkologie und Lymphödem gehört. Prof. Dr. Aung lehrt und forscht an der Technischen Hochschule Deggendorf. Mit Blick auf seine internationale Erfahrung in der Onkologie sieht die Universität in seinem Besuch einen Beitrag zum Aufbau medizinischer Kompetenz in Uganda.

Ende September 2026 reiste er für rund zwei Wochen nach Uganda. Vor Ort operierte er zuvor ausgewählte Patientinnen und Patienten und schulte Fachkräfte; der Einsatz verbindet medizinische Versorgung mit humanitärer Hilfe. Begleitet wurde er von zwei Studierenden des Instituts Medical Science & Engineering der THD. Es war nicht sein erster Aufenthalt: 2023 operierte er bereits in Uganda, und im Juni 2024 kam er für eine Lymphknotentransplantation an das Mulago Hospital, nach Angaben der Universität die erste in Afrika.

Im Mittelpunkt steht das Lymphödem, in fortgeschrittenen Fällen auch Elephantiasis genannt. Eine Operation ist für viele Betroffene sonst kaum erreichbar.

Im Gespräch geht es vor allem um seine Haltung. Fortschritt in der Medizin hänge weniger vom Geld ab als von Engagement und Willen, sagt Prof. Dr. Aung. Entscheidend seien nicht die Geräte, sondern die Menschen, die mit ihnen arbeiten, und die Patientinnen und Patienten. Sein Antrieb sei, mit seinem Können möglichst vielen Menschen zu helfen; die Anatomie sei schließlich bei allen Menschen gleich. Seine Rolle sieht er darin, einen Anstoß zu geben, den Studierende und Fachkräfte weitertragen. Jede Behandlung wirke über den einzelnen Menschen hinaus, etwa wenn jemand wieder in seinen Beruf zurückkehren kann.

Jungen Ärztinnen und Ärzten in Uganda rät er, echtes Interesse an ihrer Arbeit zu entwickeln und trotz knapper Mittel zu handeln, statt auf bessere Bedingungen zu warten.

Außerdem unterstützt Prof. Dr. Aung die Lymphoedema Warriors Association Uganda, eine Organisation von Betroffenen. Die Zusammenarbeit soll weitergehen: Er will Unterlagen von Patientinnen und Patienten sichten, um die passende Behandlung festzulegen.

Mehr dazu im Interview der Makerere University (englisch).

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